Samstag, 21. Januar 2012
Angekommen im Waisenhaus
Nach einer endlos erscheinenden Fahrt bin ich nun endlich im Waisenhaus angekommen. Björn haben wir auf dem Weg zu meinem Project in einem anderen Waisenhaus rausgelassen. Als , wir dort ankamen, sind die Kinder vor lauter Freude auf die Strasse gesprungen und ich konnte erste Eindrücke sammeln von den Kids in einem Waisenhaus. Jedes Kind rief "Obruni Obruni" was Weisse bedeutet. Nach einer halben Stunde Pause sind wir weiter gefahren in mein Dorf. Dorf bedeutet in meinem Fall, ein zusammen gewürfelter Haufen Hütten abseits jeglicher Zivilisation. Und leider Gottes auch abseits von jeglicher Möglichkeit mit dem Zuhause zu kommunizieren, sehr schlecht Telefon und kein Internet:-(

Und das ist eigentlich nicht typisch Afrika, den in Afrika funktioniert das am allerbesten.

Tina, die Leiterin der Organisation hier in Ghana für mich mit dem Kleinbus auf den Platz vor dem Gebäude. Ich stieg aus und es war wahnsinnig heiß. Plötzlich strömten jede Menge Kids aus Ihren Klassenräumen, stellten sich alle in eine Reihe und sangen ein Lied "Welcome Diana" Ich war so gerührt, dass mir die Tränen liefen. Jedes Kind gab mir die Hand. Es war so respektvoll und so schön dieser Moment. Die Namen konnte ich mir leider nicht merken, da es sehr unterschiedliche Namen sind und zu viele Kinder. Nach der Begrüßung verabschiedete ich mich von Paula , die anschlie0end auch in ein neues Project gefahren wurde. Tja, nun war ich allein... Melanie und Maren schlafen im gleichen Zimmer wie ich und sie sind vor einer Woche gekommen und sagten mir zu Beginn dass sie eigentlich so schnell es geht wieder weg wollen. Sie fühlen sich wohl dort nicht so wohl. Hmm, schade eigentlich. Die Kids könnten es gebrauchen. Sie sagten, sie fühlen sich ungebraucht. Nachdem ich meine Koffer abgestellt habe, habe ich mir das Project erst einmal angeschaut und war ziemlich erschrocken. Zum Glück gibt es einen Brunnen, damit man frisches Wasser hat. Aber die Küche besteht aus einen Holzverschlag, wo in der Mitte 2 Steine liegen und darauf steht immer ein Topf, wo das Essen der Kids zubereitet wird. Das bedeutet man sorgt Tag und Nacht dafür, dass das Feuer brennt. Meistens sitzt hier Vivien und arbeitet sehr hart. Sie selbst hat ein Kind, was sie sich immer auf den Rücken schnallt und dann arbeitet. An diesem Tag passierte nicht mehr viel, ich hab noch gegessen und bin relativ früh ins Bett, da ich ziemlich ko war.
Nach meinem ersten Rundgang, habe ich mit Hassan gesprochen und ihm gesagt, dass ich für die Kids Geschenke mit hab und diese gern jedem übergeben würde. Gesagt, getan, Hassan rief die Kids zusammen und alle haben sich in den Klassenraum gesetzt und waren muksmäusschen still. Dieser Moment, den ich da erlebt habe, der wird sich ewig in mein Gedächtnis einbrennen. Die Kids kamen nach einander zu mir und durften sich ein geschenk abholen. Die Augen funkelten nur so,,, ich habe so etwas noch nie gesehen. Scheinbar hat jedes Kind zum ersten Malmetwas persönliches bekommen. Im Waisenhaus haben die Kids nichts persönliches, noch nicht mal, die Kleidung , die sie tragen. Am Ende kamen sie alle zu mir und wollten Fotos mit mir machen. Ja, das war schon sehr bewegend.

Danach bin ich dann in mein Zimmer gegangen und hab es mir unter meinem Moskitonetz soweit es irgendwie möglich war gemütlich gemacht.

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Aufbruch, Ankommen und staunen...
Nun ist es endlich soweit, der Beginn eines lang gehegten Traumes wird Wirklichkeit. Nachdem, ich mich gestern von meiner Familie, Freunden, meinem Schatz Carlos verabschiedet habe, ging ich ins Bett mit einer ungewohnten Unruhe in mir. Schlafen konnte ich nicht wirklich, dafür habe ich mir im Kopf sämtliche schöne Momente aufgerufen, die ich in den letzten Tagen erlebt habe.
Mein Wecker klingelte um 7 Uhr, und nun hieß es im Eiltempo, Anziehen, Haare fönen, Verabschieden von Carlos und Jörg.
Der Abschied war sehr schmerzhaft. Zu wissen, dass man seinen Sohn die kommende 5 Wochen nicht sehen kann, tut schon weh. Plötzlich wird einem bewusst, auf was man sich eingelassen hat. Aber ich bereue keine Sekunde. Sämtliche Erfahrungen, Erlebnisse die ich sammeln werde, kann ich weiter geben.
Nach einer angenehmen Zugfahrt bin in in Frankfurt am Flughafen angekommen und habe so schnell es geht meine irre Schweren Koffer abgegeben. Zu allem Übel musste ich noch 100€ Übergepäckgebühr zahlen. Das tut ganz schön weh, wenn man weiß, dass sich in den Koffern aussschließlich Dinge für die Kids im Waisenhaus befinden.
Jaaa, und nun sitz ich im Flugzeug und sammele die ersten positiven Erfahrungen über Ghana. Neben mir sitzt ein Priester, der jetzt 9 Monate in Österreich und Deutschland gelebt hat. Er war unterwegs um Spenden zu sammeln, für Krankenhäuser, Waisenhäuser und andere Einrichtungen. Ebenso, hat er Vorträge gehalten, über das bescheidene Leben in Afrika, den Wohlstand der westlichen Staaten etc. Mich fasziniert der Mann vom ersten Augenblick. Mit dem warmen Lächeln im Gesicht, lebt er als Priester und kümmert sich hauptsächlich um verwaiste Kinder. Der Mann, ist der erste Ansprechpartner für mein Project, was eigenes zu schaffen. Nachdem ich ihm erzählt habe, dass ich ähnliches vorhabe, haben wir die Kontakte ausgetauscht. Somit habe ich meinen ersten wichtigen Ansprechpartner für mein eigenes Project. Der Priester wohnt in Cape Cost, und wenn es die Zeit zulässt, werde ich ihn in Ghana besuchen, um mich über viele Dinge zu infomieren., die ich brauche um mein Project zu starten. Er sagte mir, es kostet in etwa 15000€ um ein gutes Haus mit Toiletten, Gemeinschaftsräumen und Schlafräumen zu bauen. Es wäre doch gelacht, wenn man das nicht hinbekommt.
Ich habe das Gefühl, die Zeit im Flieger vergeht sehr schnell. Essen, Trinken, TV Zeitungen, alles da was man braucht, damit einem nicht langweilig wird. Aber ich bin so aufgeregt, in Gedanken versunken, dass ich einfach nur aus dem Fenster schaue und mir vorstelle, was mich wohl in Ghana erwartet.
Nur noch 3 Stunden, dann betrete ich Ghanaischen Boden. Neben mir im freien Sitz, sitzt Vicky. Meine Errungenschaft vom Kassler Weihnachtsmarkt.
FOTO
Eine Reihe vor mir, sitzt eine Mama mit ihrem kleinen Kind. Die großen Augen und die kleinen Löckchen schauen so goldig aus, das Vicky findet, das Kind ein wenig aufzumuntern. Und ich unterhalte plötzlich mit Vicky zusammen die ganzen beiden Reihen. Das Kind bekommt einen Lachanfall nach dem nächsten. Und ich bin glücklich. Wie gern hätte ich meinen kleinen Carlos mit auf diese Reise genommen. Doch leider sind die Gefahren zu groß.

So, nun bin ich nach einer endlos erscheinenden Fahrt endlich im Hostel angekommen. So viele Eindrücke zu beschreiben ist unmöglich. Am Flughafen hat alles super funktioniert, am Ausgang stand jemand von Experiment und wartete schon auf mich. Er hat Björn mitgebracht, ein Freiwilliger aus Belgien in meinem Alter. Juhu, ich bin doch nicht die älteste hier. Dann ging es los ins Hostel, vorbei an nicht enden wollende Autoschlangen, zwischen denen Frauen mit allen Möglichen Dingen auf dem Kopf vorbei liefen und alles verkaufen wollten. Du sitzt im Auto und man versucht dir mal eben durch die Scheibe Obst, Trinken, Elektroartikel, Deko und Tische und Klopapier zu verkaufen. Unglaublich für jemanden, der das noch nie gesehen hat. Alles riecht hier so anders, aber irgendwie angenehm. Im Hostel angekommen, bin ich gleich am mein Zimmer, wo Paula schon wartete. Paula ist schon 5 Monate hier und wechselt jetzt für weiter 5 Monate das Project. Sie kommt aus Köln und hat mich gleich mit den wichtigsten Dingen vertraut gemacht. Die Dusche ist sehr sehr einfach, die Tür ist nicht zum schließen geeignet, aber es gibt kaltes Wasser. Was nach dem Flug und der Klimaumstellung sehr angenehm ist. Was ich noch erwähnen muss, sind die Straßen.Wobei man dazu nicht mal annähern Straße sagen kann. Uneben ist gering ausgedrückt und ich habe sowas noch nie gesehen. Selbst Feldwege sind dagegen nichts. Ich erinnere mich noch als ich Kind war, und in der Gartenstr gebaut wurde, die Straße war voll schlammig und so. Hier ist ein einfach buckelig und gerade so möglich diese Straße mit viel Glück ohne Achsbruch zu passieren. Aber die Ghanesen gehen damit um, als wäre es das normalste der Welt. So, ich werde jetzt schlafen, morgen treffen wir uns alle zum Frühstück. Ich liege in meinem Bett, völlig relaxt und neben mir flitzt ein kleiner Gecco die Wand hoch. Ich liebe diese Einfachheit und es stört mich kein bisschen.
Tag 2
Heute ist Dienstag, mein 2ter Tag in Ghana. Es ist 23 Uhr und ich liege auf dem Bett um alles in Worte zu packen, was heute passiert ist. Heute morgen bin ich mit den „Hühnern“ aufgewacht. Im warsten Sinne des Wortes. Um 6 Uhr gackerten die ersten Hühner,die Sonne ging auf und ich war wach. Im ersten Moment, musst ich mir erst einmal bewusst machen, wo ich gerade bin. Es ist alles so unwirklich. Nach 6 Stunden Flug bist Du in einer andere Welt.
Völlig relaxt, schlappten wir in T Shirt und Unterhose zum Frühstück. Ich hab nur ein Omelette gegessen, weil das Brot oder der Kuchen , nicht so wirklich gut aussah. Nach dem Frühstück wieder relaxen und dann kam Bright, Björn und wir sind zur Bank gefahren. Für 200€ bekommt man einen ganzen Stapel Cedis, die wirklich erst mal in der Tasche verstaut werden müssen. Danach ging es zurück ins Hostel, wieder relaxen… 
Nun gab es Mittag. Spagetti, sehr lecker und scharf. Nach dem Lunch sind wir im Bus zum Strand gefahren und haben gelernt afrikanisch zu tanzen. Sehr lustig und ich glaube, die Ghanesen machen sich heimlich über die steifen Europäer lustig. Mir fehlt defintiv der Hintern der Afrikaner  Ein bisschen erinnerte dieser Tanz auch an eine Fruchtbarkeitstanz  Nach dem Tanzen, haben wir einen Drum Kurs gehabt, was ich sehr cool fand. Ich liebe diese Kongas und nehme bestimmt eine mit nach Hause. Und nun ging es zum Strand… der Strand war toll, aber leider auch sehr schmutzig. Hier waren viele weiße, die Urlaub machten. Ein bissl erinnerte mich das an PhiPhi Island. Die Wellen waren sehr hoch. Leider kommt die Sonne hier nicht so richtig zum Vorschein, da hier Hamatan ist. Da ist es immer sehr diesig und so.
Nach dem Strand ging es über die Piste nach Hause ins Hostel. Ich muss gestehen, ich fühlte mich saudreckig. Der Staub klebt einfach auf der Haut, was wirklich nicht angenehm ist. Und wenn man duscht, sieht man, dass man sich nicht nur so fühlt, sonder auch saudreckig ist 
Am Abend bin ich mit Bright und den anderen zu einem Handystore gefahren und habe mir ein Handy gekauft, welches fuktioniert mit der Ghanakarte. Ich habe sage und schreibe voll das Old school Handy bekommen , ein Nokia 100  Nun kann ich günstig telefonieren und sms schreiben.
Bis eben habe ich noch mit Paula gesprochen, und Erfahrungen ausgetauscht. Ich denke so oft an zuhause, an meinen kleinen Carlos .
So, nun sage ich gute nacht und bin gespannt, was morgen passiert.

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